3. Weintour zum "Rhein in Flammen" in Lahnstein

3. Weintour zum „Rhein in Flammen“ in Lahnstein

Reisebericht vom Regionaltreffen „Rhein in Flammen“ vom 09. -13.08.2017

Maria und Hermann Jüngels hatten zu Ihrer nunmehr 3. Weintour nach Lahnstein eingeladen.
Der Mittwoch war der offizielle Anreisetag und am Nachmittag, nach großem Hallo und freudiger Begrüßung, ging es nach einem kurzen Fußmarsch zu Maximillians Brauwiesen (www.maximilians-brauwiesen.de). Einer im Jahre 1955 eröffneten Gasthausbrauerei mit Biergarten direkt am Rheinufer. Das Gasthaus ist aus dem im 19. Jh. erbauten Schamotte-Schlösschen entstanden.
Hermann hatte „ofenfrisches Spanferkel“ mit Beilagen für alle bestellt. Wie auf dem Foto zu sehen, war die Größe schon gewaltig. Nachdem das Spanferkel in Portionen aufgeteilt war und alle schon ein leicht wohliges Sättigungsgefühl nach diesem guten Essen verspürten, brachte der Ober noch ein Spanferkel von der gleichen Größe. Donnerwetter, wer sollte das alles essen! Hermann hatte 1kg Fleisch mit Knochen für jeden Teilnehmer kalkuliert. Die Lunchpakete, die einige Carthago-Kreis-Freunde mit zum Wohnmobil nehmen konnten, wurden der Kalkulation von Hermann dann gerecht.
Zurück zum Stellplatz bildete sich bei herrlichem Abend Wetter spontan eine gemütliche Runde. Statt eines Lagerfeuers in der Mitte reichten auch einige Kerzen.

Gut, dass wir gestern Abend gemütlich zusammen gesessen hatten. Heute Morgen regnete es und die für 10.00 Uhr geplante Radtour oder Wanderung fiel daher aus. Also vertrieb sich jeder die Zeit nach Lust und Laune bis es dann um 14.30 Uhr mit Regenschirm und/oder Regenjacke ausgerüstet gemeinsam zur Touristeninformation in Lahnstein ging, wo uns 2 Stadtführer erwarteten.
Trotz des anhaltenden Regenwetters konnten uns die Stadtführer in interessanten Ausführungen die lange Geschichte von Lahnstein näher bringen. Teile der Stadtmauer und einige der noch vorhandenen Wehrtürme waren von außen zu besichtigen. Zum Schluss gab es noch eine spezielle für Lahnstein geltende Wetterprognose:
„Wenn die Füchslein rauchen in den Weinbergen, dann bleibt das Wetter weiter schlecht“.
Als Auswärtiger braucht man natürlich eine Übersetzung:
Wenn die Nebelschwaden in den Weinbergen hängen, dann …..
Nach so viel Aufmunterung kam der Kneipenbesuch mit einer Schnitzelauswahl zum Abendessen und anschließender umfangreicher Bierprobe in einer kleinen Privatbrauerei gerade recht. Begleitet von einer Einführung in Biersorten konnten wir Varianten von Pils, Export und Bockbier probieren. Zum Abschluss gab es noch einige Likörvarianten auf Bier- und Beerenbasis.

Am Freitag lagen die Füchslein mit ihrer Wetterprognose richtig, es regnete noch immer. Mit dem Raddampfer „Goethe“ ging es morgens auf dem Rhein nach Boppard. In der Innenstadt, beim Weingut August Perll, gab es eine Weißweinprobe. Dazu wurden belegte Brote gereicht. Wer hier seinen Lieblingswein gefunden hatte und eine entsprechende Anzahl Flaschen kaufte, bekam sie abends zum Stellplatz in Lahnstein gebracht.
In Boppard blieb nach der Weinprobe noch genügend Zeit für einen Stadtrundgang oder auch für einen Café Besuch. Mit dem Schiff „Asbach“ ging es wieder zurück nach Lahnstein, wo uns bereits der Regen wieder willkommen hieß. Die Füchslein, Ihr wisst schon.

Da es den ganzen Abend regnete, wurden aus den Pfützen langsam kleine Seen. Es stand so nicht im Programm, aber hatte vielleicht Hermann eine halbjährliche Dichtigkeitsprüfung für unsere Carthagos organisiert? Eine Carthago-Marke für eine bestandene Prüfung gab es allerdings nicht.

Am Samstagmorgen ging es mit dem Schiff „La Paloma“ nach Koblenz und anschließend mit der Seilbahn hoch zur Festung Ehrenbreitstein. Wer die Festung von innen besichtigen wollte, konnte sich eine Eintrittskarte kaufen und evtl. noch einer Führung anschließen. Die anderen genossen den einmaligen Blick auf die Stadt Koblenz und dem Deutschen Eck.
In Lahnstein gab es im Hotel-Restaurant Bock Abendessen. An einem reichhaltigen Büffet mit warmen und kalten Speisen konnte sich jeder nach Herzenslust bedienen.
Der Regen hatte inzwischen aufgehört und Abends fand der Höhepunkt des Treffens stattfinden „Rhein in Flammen“. Ein Korso von ca. 60 – 70 Schiffen fährt von Spay/Braubach die 17 km lange Strecke bis nach Koblenz den Rhein herunter. Dabei werden während der Vorbeifahrt der Schiffe am Ufer und auf den Hügeln spektakuläre Feuerwerke abgebrannt.

Nach einem Frühstücksbüffet am Sonntag war der Zeitpunkt zum Abschiednehmen gekommen. Rita und Detlef Dreyer hatten ein spezielles Abschieds Geschenk aus unser aller Spenden vorbereitet. In einer launigen Rede erklärte Detlef die einzelnen Spezialitäten der friesischen Nordseeküste. Da trotz reichlich gefülltem Präsentkorb noch Spendengeld übrig war, gab es noch einen Gutschein für ein Abendessen dazu.

In Summe gesehen war das Regionaltreffen „Rhein in Flammen“ von Maria und Hermann ausgezeichnet organisiert und sehr abwechslungsreich. Für jeden  Teilnehmer war etwas dabei. Einig waren sich allerdings alle in einem  Punkt, „Regen“ – evtl. sogar „Dauerregen“ – sollte für das nächste Treffen einfach gestrichen werden.

Lothar Gerber

Lahnstein 6