Bericht von der

-TOUR  nach Piemont und Ligurien
vom 11. bis 21. Oktober 2018
von Rita und Detlef Dreyer  (34)

 

Mit dieser Tour hatten sich Marianne und Ewald Huck etwas Neues einfallen lassen.

So trafen wir uns mit 12 Wohnmobilen in Tortona im Country Hotel „Il Carrettino“ zur 1. Gourmet-Tour. Unter den Angereisten war auch Tilo Kunert von der Firma Carthago, der zusammen mit seiner Frau so ein Treffen mal miterleben wollte.

Das Il Carrettino ist ein europaweit bekanntes Restaurant, in dem viele Brummyfahrer einkehren und mit dem LKW auf dem angrenzenden großen Parkplatz übernachten. Ich habe noch nie so viele LKW´s auf einem Platz gesehen. Etwas abseits von diesem Platz standen wir mit unseren Wohnmobilen.

Um 19.30 Uhr trafen wir uns im Restaurant und wurden von Marianne, Ewald und von Sylvia herzlichst begrüßt. Ewald freute sich, dass wir alle heil angekommen sind und gab einen kurzen Überblick, wie die nächsten Tage in Piemont aussehen werden.

Nun waren wir alle auf das erste Essen im Rahmen der Gourmet-Tour gespannt. Uns wurde ein mehrgängiges Menü auf einem festlich gedeckten Tisch in einem Nebenraum serviert.

Die Augen essen ja bekanntlich mit und so kann ich feststellen, dass die Augen, aber auch der Magen satt wurden. Die Teller waren nett dekoriert und das was auf den Tellern war, schmeckte ausgezeichnet. Dazu wurde Rot- oder Weißwein gereicht. Aber auch die Biertrinker kamen zu Ihrem Recht.

Während der gesamten Reise, sei es in Tortona oder in Sanremo, wurden wir jeden Abend mit einem anders gestalteten Menü überrascht. Es war alles sehr abwechslungsreich, geschmackvoll und mit Liebe gemacht. Für jeden war was dabei und wenn es dem Einen oder Anderen nicht mundete, war ja Sylvia da, die dafür sorgte, dass derjene etwas anderes bekam. So z. B. bei den Garnelen und Austern, was nicht jedermanns Fall war.  Aber keiner ist hungrig oder durstig ins Bett gegangen.

Am anderen Morgen fuhren wir dann zu unserer ersten Besichtigungstour nach Turin. In einem Bus,  ging es  entlang der A 21 über Alessandria und  Asti  nach Turin, der Hauptstadt Piemonts. Auf dem Weg dahin, wie auch auf allen anderen Reisen in Piemont, fungierte Sylvia als Reiseleiterin. So erfuhren wir auf den Reisen viel über die Landschaft der Region Piemont, deren Geschichte und Kultur.

InTurin gingen wir dann über den Platz „Piazza San Carlo“, es ist einer der wichtigste Plätze im historischen Zentrum von Turin und wird von den Einwohnern als „Wohnzimmer“ der Stadt bezeichnet. Ziel des Spaziergangs war das Museum „ Egizio“ Wir waren dort angemeldet, hatten aber noch etwas Zeit und so ging Sylvia mit uns in das tradionsreiche Cafe "San Carlo“ , welches aus dem Jahr 1822 stammt.. Dort hatte Sie eine Überraschung für uns. Jeder bekam eine Tasse heiße Schokolade, die sehr mundete. Danach besuchten wir das Museum, es ist neben Kairo das zweitgrößte Museum  altägyptischerArchäologie. Über mehrere Etagen erstreckten sich die Sammlungen der einzelnen kulturen Epochen. Es war sehr interessant und wir hielten uns dort einige Stunden auf.  Danach hatten wir noch Zeit und jeder konnte nach eigenem Ermessen noch was unternehmen. Auf dem Rückweg besichtigten wir  noch eine Sektkellerei mit  dem Namen „CUVAGE“ Dort erhielten wir einen umfassenden Bericht über Herstellung und Lagerung von Sekt. Wir hatten die Möglichkeit, die verschiedenen Sektsorten zu probieren und wir waren ja auf einer Gourmettour und so wurden uns kleine Häppchen mit verschiedenen Schinkensorten gereicht. Einigen schmeckte der Sekt gut und haben ihn dann auch gekauft. In Tortino wieder angekommen, gab es wieder ein Abendessen mit lukullischen Überraschungen. Man saß danach noch etwas zusammen und war auf den nächsten Tag gespannt.

Der führte uns in Richtung Alba. Wir durchfuhren eine wunderschöne Landschaft und sie wird nicht umsonst die „Kleine  Toscana“ genannt. Nach diesem Aufenthalt ging es weiter nach Alba. Diese Stadt ist bekannt als die „Trüffel-Stadt“ Nach einem Rundgang durch die Stadt, über mehrere Märkte, gingen wir in die Markthalle und waren überwältigt von der Größe und den Menschenmassen, die sich in dieser Halle die Trüffel in allen Variationen angesehen haben. In der Gegend um Alba werden die Trüffel nicht wie bei uns von Schweinen sonder von Hunden gesucht. Vorteil ist, dass Hunde dieTrüffel, anders bei Schweinen, nicht fressen. Wir konnten auch mal eine Trüffel in die Hand nehmen und daran riechen. Sie sind sehr leicht und stinken, kein Wunder dass sie gefunden werden.

Nach diesem Abenteuer fuhren wir weiter nach Barole, ein kleiner Ort unterhalb von Alba. Dort erwartete uns der nächste Höhepunkt. Wir besuchten die Weinkellerei „Marchesi di Barolo“. Auch hier erhielten wir bei einer Führung Informationen über die verschiedenen Weinsorten, deren Herstellung, Reifung, Lagerung und Abfüllung. Aber das war noch nicht alles, uns erwartete ein vorzügliches Mittagessen.

Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen von  „Il Carrettino“ Die schöne Zeit war zu Ende. Nach einem gemeinsamen Frühstück fuhren wir in kleinen Gruppen mit einem Abstand von 30 Minuten  in Richtung Sanremo auf den bekannten Campingplatz „Villagio dei Fiori“. Dort angekommen, erhielt jeder seinen zugewiesenen Stellplatz. Nachdem sich jeder eingerichtet hatte, trafen wir uns auf Einladung des Campingplatzbetreibers auf einer Dachterasse.  Nach Plan war ein Aperetiv vorgesehen, wir wurden aber mit  einem  leckeren Abendessen überrascht. Die Schlemmerei ging weiter!!

Am nächsten Tag besuchten wir das Fürstentum Monaco. Auch hier stand für unseren Aufenthalt ein Kleinbus mit Fahrer und  Reiseleiter zur Verfügung. Währen der Fahrten durch Ligurien und Monaco wurde uns auch vieles geschichtliches über das Verhältnis zwischen den Monogassen und  französischen Herrschern berichtet. Bei der Rundfahrt durch Monte Carlo fuhren wir auch ein Teil der Rennstrecke ab und konnten die eingezeichneten Startpositionen sehen.

Um 11.55 h haben wir uns vor dem Palast die Wachablösung angesehen.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Kathedrale und des Exotischen Garten. Dieser Garten wurde an einer Felswand, mit herrlichem Blick auf Monaco und die italienische Rivera, vor 80 Jahren errichtet. Mehr als 900 verschiedene Arten von Pflanzen, vornehmlich Kakteen, beherbergt dieser gepflegte Garten. Wer dann noch Lust hatte, konnte die Grotte , wenn er ca. 300 Stufen tief hinab steigen wollte, besichtigen. Aber auch das prähistorische anthropologische Musem war ein Besuch wert, Es wurde 1902 von Fürst Albert I gegründet, um die archäologischen Funde, die aus dem Fürstentum und der benachbarten Region stammten, der Menschheit zugänglich zu machen.

Der 6. Tag unserer „Gourmet Tour" war für uns frei. Jeder unternahm das, was er mochte.

Bei der Fahrt nach Monaco entlang der Küstenstraße hatte der Reiseleiter uns schon auf das Cap Martin hingewiesen. Heute sind wir durch Menton, die Stadt liegt in Frankreich , zu diesem Cap Martin gefahren.. Auf einem Fußweg,  derca  3 km lang war, sind wir um das Cap Martin gelaufen. Während des gesamten Fußmarsches hatten wir einen exelenten Blick auf die Rivera und später auf Monte Carlo. Das Wetter war uns  holt, es war nicht zu warm und von See her wehte eine leichte Brise. Trotzdem hatte der Fußmarsch es in sich, es ging bergauf-bergab, trepprauf und trepprunter. Wir waren froh, als wir wieder unseren Bus erreicht hatten. Der machte dann mit uns noch einen Abstecher nach Sainte Agnés. Sainte Agnés liegt in der Nähe von Maton hoch in den Bergen, umgeben von Oliven- bäumen  und ist das höchstgelegenste Küstendorf Europas. Auf dem Weg zurück nach Sanremo konnten wir noch ein Fort der Festung Maginot-Linie betrachten.

Nach dem Frühstück, wir erhielten ja alle unsere Brötchen, fuhren wir nach Imperia un dort die Villa „Grock" zu besuchen. Grock war ja in den 30er Jahren ein sogenannter, weltberühmter  Musik-Clown, der sich in Imperia niedergelassen hatte. Sein Anwesen, welches er 1927 umbauen ließ,  bestand aus einer Villa mit einer großen Parkanlage. Nach seinem Tod 1959 drohte die Villa zu verfallen und die Provinz Imperia kaufte die Anlage auf und ließ sie renovieren. Seit dem ist die Villa ein Museum mit vielen Exponaten aus der Zeit seines Wirkens. Unter anderem ist in dem Haus ein Kino eingerichtet, in dem einige seiner alten schwarz-weiß Filme gezeigt werden, die bei uns regen Zupruch fanden.

Danach besichtigten wir noch eine Ölmühle. Wir wurden über die fühere Verarbeitung anhand von  Mahlsteinen und die jetzige moderne Art informiert. Zum Abschluss konnten wir verschiedene Olivenölsorten probieren um den geschmacklichen Unterschied festzustellen.

Ein weiteres Ereignis stand am vorletzten Tag auf dem Proramm. Ein geführter Ausflug mit Landrover durch den alpinen Nationalpark Mercantour . Dieser Nationalpark wurde 1979 gegründet und liegt in den französischen Seealpen oberhalb von Nizza. Es war eine sehr holprige Angelegenheit.

Der letzte Tag unserer Gourmet-Tour war  für alle ein freier Tag. Die Sonne schien, es war Samstag und da traf  man sich natürlich in Sanremo auf dem Markt, in der Markthalle oder vor einem Restaurant um den letzten Tag in Ruhe zu genießen. Nach dem letzten gemeinsamen Abendessen wurden wir von einem Duo mit alten Schlagern unterhalten. Wer wollte, konnte auch das Tanzbein schwingen. Zuvor wurde noch eine Sammlung für die Reiseleiter und Busfahrer, die uns die ganze Zeit betreut haben, durchgeführt. Und wie üblich wurden Maria und Ewald das obligatorische Dankeschön-Present überreicht.

Am 11. Tag  hieß es  Abschied nehmen. Eine schöne und interessante, aber auch manchmal anstrengenede Tour war zu Ende. Lange werden wir von dieser 1. Gourmet-Tour noch träumen.

Auf diesem Wege sagen wir allen Verantwortlichen im Il Carrettino und  Villagio die Flori, aber ganz besonders  Sylvia, Marianne und Ewald, für diese gelungene Tour von ganzem Herzen

DANKE!

Eine kleine Auswahl der Gerichte, mit denen man uns verwöhnt hat!:

Der erste Abend

Turin, Piazza San Carlo

Cafe San Carlo

Museum altägyptischer Archäologie

Keine Bauarbeiter, sondern Besucher der Sektkellerei

Markt in Alba

Was diese Trüffel wohl kosten?

Wachablösung vor dem Palast

Im exotischen Garten

Villa Grock

Mercantour

Der letzte Abend