Bericht von der 2. Weintour nach Graach/Mosel vom 14.09. bis 18.09.2016

Nach dem tollen Erfolg der 1. Weintour in Gau Bickelheim haben sich Maria und Hermann-Josef entschlossen, eine 2. Weintour zu organisieren. Die Einladung führte uns in die Moselregion nach Graach, einem kleinen Weinort in der Nähe von Bernkastel-Kues.

Mittwoch 14.09.16

Erstaunt waren wir über den großen Stellplatz mit ca. 150 Stellplätzen der Wohnmobil-und Freizeitanlage Sun-Park in Graach, direkt an der Mosel gelegen, wo im hinteren Teil für uns Plätze reserviert waren. 

Nach der individuellen Anreise von 22 Wohnmobilen, wie immer waren schon einige Mitglieder vorher angereist, richteten wir uns auf dem Stellplatz ein.

Nach der Begrüßung durch Maria und Hermann-Josef, wie es sich gehört gab es dabei einen Obstler, ging es um 18.00 h zum gemeinsamen Abendessen in die Straußenwirtschaft und Vinothek des Weingutes Josef Bernard-Kieren.

Hier wurde uns eine Spezialität der Region, nämlich „GRÄWES“, gereicht. Für die, die nicht dabei waren:

Gräwes ist ein Gericht aus in Wein gekochtem Sauerkraut, mit Kartoffelpüree vermengt und dazu wird gekochter, durchwachsener Speck serviert.

Getränke konnte sich jeder nach seinem Geschmack aussuchen. Die Biertrinker kamen somit nicht zu kurz.

Donnerstag 15.09.16

Am nächsten Tag konnten wir ausschlafen. Um 10.00 h trafen wir uns, wer wollte, zu einer Radtour unter der Führung von Hermann-Josef. Maria hatte sich der Wanderer angenommen, die nach Bernkastel zu Fuß gingen.

Die Radtour führte uns bei Sonnenschein entlang der Mosel durch Bernkastel, Brauneberg bis nach Müheim. Dort angekommen, machten wir bei einem kleinen Getränk Rast und bereiteten uns auf den Rückweg vor. Nach ca 40 km Fahrt sind wir auf dem Platz wieder gewesen. Es war eine schöne Abwechselung und das Wetter hat auch mitgespielt. Am späten Nachmittag trafen wir uns dann alle zu einer Weinprobe im Weingut Blesius. In einem mit Weinreben überdachten Hof verlebten wir schöne Stunden, es wurde viel geredet und wir ließen uns die verschiedenen Weinsorten, die uns vom Winzer erklärt wurden, munden. Zum Abendessen wurde uns von der Winzerfamilie eine Platte mit Frikadellen, Wurst und Fleisch gereicht, dazu gab es zwei verschiedene Sorten Salat.

Freitag 16.09.16

Heute fahren wir mit dem Schiff auf der Mosel nach Traben-Trabach. Um 09.30 gingen wir pünktlich zum Anleger, aber das Schiff hatte leider Verspätung. Sehnsüchtig blickten wir stromaufwärts und stromabwärts, aber es war nichts zu sehen. Hermann Josef als Insider klärte uns auf, von welcher Seite das Schiff kommen würde. Aber es kam nicht. Warten! Dann sahen wir aus einer Flußbiegung herauskommend unser Schiff. Es kam immer näher und näher und näher und fuhr an uns vorbei. Es war nicht unser Schiff. Weiteres Warten. Jetzt kommt wieder eins, rief einer. Ob das wohl bei uns anlegt. Es kam näher und näher. Na, ob es wohl mit der Fahrt runtergeht?

Jawoll, die „Moselperle“ legte bei uns an und wir konnten an Bord gehen. Die Schifffahrt dauerte ca. 1,5 Stunden und die Sonnenhungrigen gingen an Oberdeck während der Rest, dem es oben zu warm war,unter Deck ging. In Traben-Trabach hatten wir freies Mänover und jeder ging einzeln oder in Gruppen durch die Innenstadt, die voll von Touristen war. Es gab viel zu sehen und der eine oder andere besuchte eine Eisdiele. Wir gingen in einer kleinen Gruppe einem Schild mit der Aufschrift „Hier Federweißer“ folgend, in ein kleines Wirtshaus mit Hinterhof. Doch wen trafen wir da. Ein Ehepaar von uns hatte sich verholt (Marineausdruck für abgesetzt). Wollten wohl in aller Ruhe ihren Federweißen trinken. Daraus wurde nichts. Wir waren ja schon da, aber einer nach dem anderen vom Carthago-Kreis kamen in diesen lauschigen Hinterhof.

Der anwesende Ober war natürlich auf solch einen Andrang nicht vorbereitet. Er war ganz alleine und es kamen immer mehr Gäste. Probleme gab es dann bei den Bestellungen. Nicht jeder wusste sofort, was er denn gerne haben möchte. So stand der Ober dann wartend am Tisch auf die Bestellung. Wenn dann der Gast endlich sein Gericht bestellt hatte, es dann aber wieder umbestellte, verlor der arme Ober die Übersicht und an seinem Gesichtsausdruck konnte man leicht erkennen, wie es in ihm brodelt.. Für uns war das in dem Moment natürlich eine spassige Begebenheit, aber im Nachhinein tut er mir heute noch leid. Der Höhepunkt war dann, als er feststellte, das der, der ihm den meisten Kummer bereitete, ein gebürtiger Salzburger war. Das Rededuell wäre reif gewesen für einen Filmausschnitt. Wir haben uns alle köstlich amüsiert und verließen das Wirtshaus, um wieder an Bord zu gehen.

Auf unserem Stellplatz wieder angekommen, konnten wir noch etwas ruhen und dann ging es zum Abendessen wieder in die Straußenwirtschaft Bernard-Kieren.

Hier wurde uns Blut- und Grützballen mit Brot serviert. Auch eine Spezialität aus der Gegend. Für die fleischlosen Esser gab es eine gut sortierte Käseplatte.

Nach einem gemütlichen Beisammensein gingen wir gemeinsam zum Stellplatz zurück.

Samstag, 17.09.16

Um 10.00 h trafen wir uns wieder um eine Planwagenfahrt in die Weinberge zu unternehmen. Die zwei Wagen mit vorgespanntem Traktor waren pünktlich. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und bestiegen die Wagen. Als Wegezehrung erhielten jedes Ehepaar eine Flasche Selters und Wein. Es ging immer höher in die Weinberge und wir genossen eine herrliche Aussicht über die Weinberge und das Moseltal. 130 m über der Mosel machten wir auf dem „Geierskopf“, einem großen Felsen Zwischenstation. Dort steht eine ca. 6 m großen Christusfigur an einem Kreuz, genannt der„Große Herrgott“ Zur Geschichte dieser Figur sei zu sagen, dass sie von einem Mönch angerfertigt wurde und in einer kleinen Kapelle in Hornau bei Höchst stand. Dort war sie aber im Laufe der Zeit dem Verfall ausgesetzt. Durch Gespräche mit den zuständigen Stellen in Wintrich wurde sie auf dem Geierskopf aufgestellt.

 

So langsam ging es mit unseren Planwagen wieder bergab und fuhren weiter nach Wintrich, zum Mittagessen.

Dort in einem Weingut angekommen, stand der Grill schon bereit. Es gab leckere Winzersteaks. Nach dieser langen Fahrt war das ein Genuss. Es schmeckte herrlich und der Wein mundete auch.

Am Abend war dann wieder freies Manöver. In Graach fand die Weinkirmes mit Musik und Tanz statt, wo man den einen oder anderen unserer Gruppe getroffen hat.

Sonntag, 20.09.16

Die Zeit ist zu Ende, es heisst Abschied nehmen. Nach dem Frühstück haben wir alle vor den Wohnmobilen gesessen und uns bei den Ausrichtern Maria und Hermann-Josef für dieses gelungene Treffen bedankt. Silvia und Werner Delfs aus dem hohen Norden hatten sich vorher schon Gedanken gemacht, was man den Beiden als Dank schenken könnte. Sie hatten eine gute Idee und brachten aus Ihrer heimischen Region Spezialitäten wie je 1 Flasche Himbeeren- und Waldbeerenobstler, eine große Flasche Strombier, Süßigkeiten und ein Essensgutschein für ein Lokal in der Nähe von Silvia und Walters Wohnort, der beim nächsten Besuch bei ihnen eingelöst werden soll.

Alle Teinehmer bedanken sich nochmals bei Maria und Hermann-Josef für diese schönen Stunden!

Rita und Detlef Dreyer (43)